Pressestimmen

 

 

Konzert-Rezension "Weihnachtssterne am Jazzhimmel" k1, Traunreut

Kirsten Benekam, Traunreuter Anzeiger, Dezember 2015

 

Destillierter Weihnachtszauber

Das Veronika Zunhammer Quartett lässt im k1-Studio musikalische Weihnachtssterne funkeln

 

Mit der Vielartigkeit der gespielten Weihnachtsmusik verhält es sich ähnlich wie mit der Gestaltung des Weihnachtsfestes selbst. Die einen mögens traditionell besinnlich, die andern lassen es lieber ordentlich krachen und gehen nach dem Weihnachtsmahl noch irgendwo zum Feiern. Was für den einen das Bach'sche Weihnachtsoratorium ist, sind für den andern amerikanische Santa Claus Hits. Das Veronika Zunhammer Quartett hat da so ganz andere Vostellungen. Mit dem Programm „Weihnachtssterne am Jazzhimmel“ erweiterten die Musiker Veronika Zunhammer (vocals), Christian Elsässer (Piano), Henning Sieverts (Kontrabass) und Fabian Rösch (Schlagzeug) den musikalischen Horizont Weihnachtlicher Klänge um eine verjazzte Variante mit Gänsehautfaktor. Die schon längst zum Stammpublikum gewordenen k1-Gäste, die sich noch Karten für die beliebte Traunreuter Sängerin und ihrem ebenso genialen Quartett gesichert hatten, freuten sich erwartungsvoll auf jazzige Weihnachtslieder in intimer Atmosphäre. Es ist verblüffend wie Zunhammer schon beim Betreten der Bühne und noch bevor sie überhaupt den Mund aufmacht, die Gunst und große Sympathie der Konzertbesucher gewinnt. Die verjazzte Bearbeitung von „Fröhliche Weihnacht überall“ war ein sehr geeigneter Opener, sodass sich die von Beginn an munteren Zuhörer mit schönen Jazz-Exkursionen eingehört hatten. Bevor Zunhammer das Lied „Kinderaug'n“ anstimmte, verriet sie, dass ihre eigenen Kindheitserinnerungen Inspiration für dieses von Elsässer vertonte Stück waren. Text und Noten empfanden die angerührten Zuhörer wie Lametta auf den Ohren. Nostalgische Erinnerung an Kinderweihnacht, wie sie viele kennen, in schöne Worte verpackt, mit noch schönerer Singstimme vorgetragen, holen einen Teil des Zaubers zurück und lassen es warm ums Herz werden. Ein vorgezogenes Weihnachtgeschenk vom Zunhammer Quartett für die k1-Gäste, welche sich mit freudigem Applaus bedankten. Hört man im Anschluss das Lied „Leise rieselt der Schnee“ und würde es ohne Text gesungen, so wäre es fast nicht mehr wiederzuerkennen: in temporeichen Passagen wiederholt sich eine Melodie, die vom eigentlichen Charakter nur einen Auszug der Textbotschaft des Liedes übrig lässt. Musikalisch wird die Stimmung einer kristallklaren Winternacht mit Schneeflockenwirbel und Eisblumen am Fenster eingefangen und mit treffender Authenzität wiedergegeben. Wer kennt es nicht, Josef von Eichendorffs Weihnachtsgedicht? So mancher vom Auswendiglernen genervte Schüler hätte es leicht gehabt mit der von Elsässer vertonten Version des Gedichts: die unvergesslich schönen Worte des Dichters, einfühlsam in Gesang übertragen, lassen Emotionen und Hintergedanken des Textes erspüren. Elsässer trifft in Noten Eichendorffs Intention und verwandelt mit Zunhammers strahlender Stimme das Gedicht zu einem außergewöhnlichen Hörgenuss. Auch dem großen Rainer Maria Rilke wurde die Ehre gemacht sein Gedicht „Advent“ in die Sprache der Musik zu übersetzen. Ansprechend und gefühlvoll gelingt dem Quartett den adventlichen Zauber aus Rilkes Worten, mit am Instrument nachempfundenen rauschenden Klängen, zu destillieren. Das „Tanzlied für den Schnee“ wirbelte im Anschluss Lebenslust und gute Laune durchs Studio. Dann, bei „Werst mei Liacht ume sein“, einem Kärtner Weihnachtslied, wurde es wieder ruhiger. Bei einem Duett mit dem Kontrabass (Sieverts) wurde deutlich dass manchmal weniger mehr sein kann: Zunhammers Stimme, immer sensibel angepasst und von durchdringender Klarheit, im Zusammenklang mit den tiefen Bassklängen, erfüllte das Studio mit musikalischem Zauber. Weiterer Höhepunkt in dem jazzigen Weihnachtskonzert war Zunhammers Version von „Es werd scho glei dumpa“, aus der die Inspiration für das Weihnachtsalbum wurzelt. Das Lied – nur mit Piano begleitet war urspünglich als Weihnachtsgruß für Freunde gedacht. Diesen guten Freunden ist es also zu verdanken, dass diese musikalischen Weihnachtssterne nun am Jazzhimmel leuchten, an denen sich nicht nur die k1-Gäste erfreuen. Mit Zunhammers „Lied für' s neue Jahr“ verabschieden sich vier Musiker, die für den Zuhörer spürbar voll in und mit ihrer Musik leben. Der fabelhafte Schlagzeuger Fabian Rösch, der virtuose Bassist Henning Sieverts im Zusammenspiel mit Elsässer und Zunhammer, das sind alles Musiker mit Format. Dieses Konzert verwandelte das k1-Studio in ein Lächeln. Das Lächeln des Echopreisträgers Christian Elsässer, wenn er spielt oder zuhört, steckt nicht nur seine Musikerkollegen an, sondern dringt auch bis in die hinterste Reihe des Saals und verbreitet, ebenso wie Zuhammers Stimme weihnachtlichen Frieden. Riesenapplaus. Mehrere Zugaben und die Hoffnung auf ein baldiges Wiederhören klangen beim Verlassen des Studios nach.

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Konzert-Rezension "Weihnachtssterne am Jazzhimmel" k1, Traunreut

Wolfgang Schweiger, Traunsteiner Tagblatt, Dezember 2015

 

"Weihnachtssterne am Jazzhimmel"

Das Veronika Zunhammer Quartett zu Gast im Studiotheater des Traunreuter k1

 

Es begann vor zwei Jahren: Da nahm Veronika Zunhammer zusammen mit Christian Elsässer das aus dem Brixental stammende Lied »Es wead scho glei dumpa« auf, das so gut ankam, dass man beschloss, ein ganzes Album mit Weihnachtsliedern zu produzieren. Also spielten sie, verstärkt durch Henning Sieverts am Kontrabass und Fabian Rösch am Schlagzeug, mit »Weihnachtssterne am Jazzhimmel« ein Album ein, das nun vorliegt. Und das sich, wie eigentlich zu erwarten war, wer Veronika Zunhammers bisheriges Schaffen verfolgt hat, wohltuend von der Masse der jährlichen Weihnachts-CDs abhebt und damit nicht nur Jazzfans erfreuen dürfte.

So wie jetzt bei ihrem Auftritt im vollbesetzten Studiotheater des Traunreuter k1, wo die in Traunwalchen aufgewachsene und derzeit in München lebende Sängerin die meisten Titel des Albums vorstellte und dabei erneut ihr großes (Live)Können unter Beweis stellte. Etwa anhand von ausgewählten, neu arrangierten Weihnachtsklassikern wie »Leise rieselt der Schnee« oder »Süßer die Glocken nie klingen«, denen sie so kraftvoll wie einfühlsam neue, spannende Facetten abgewann. Oder mit »Weihnachten«, einer virtuosen Vertonung des gleichnamigen Gedichts von Joseph von Eichendorff (Musik: Christian Elsässer). Aber auch mit hochwertigen Eigenkompositionen wie »Just The Stars« glänzte die Sängerin, einem Lied über eine erste »richtige« Begegnung zweier Liebender, bei der nur die Sterne Zeugen sind.

Begleitet wurde Veronika Zunhammer dabei von den Musikern, die bereits an den Aufnahmen zu »Weihnachtssterne am Jazzhimmel« beteiligt waren. Allen voran Christian Elsässer, mit dem sie schon seit vielen Jahren erfolgreich zusammenarbeitet. Der Komponist, Arrangeur und Pianist, der bereits zahlreiche hoch angesehene Preise und Stipendien abgeräumt hat, unter anderem den ECHO Jazz in der Kategorie »Instrumentalist des Jahres National Piano/Keyboards«, zeigte sich auch an diesem Abend in Hochform und begeisterte durch sein rasantes, hochkonzentriertes Spiel.

Erstklassig waren auch seine zwei Mitspieler, beide fabelhafte, sich harmonisch einfügende Instrumentalisten, die zudem viel Raum für Soloparts bekamen. Nicht umsonst zählt Henning Sieverts zu den renommiertesten Bassisten Europas, während Drummer Fabian Rösch, ein ehemaliger Studienkollege von Veronika Zunhammer, ein gefragter Mann in der Berliner Jazzszene ist.

Entsprechend gut zu hören war alles, was an diesem Abend im k1 geboten wurde, darunter noch Stücke von Veronika Zunhammer (»Kinderaug’n«), Max Reger (»Mariä Wiegenlied«, nach einem Text von M. Boelitz) und G. F. Händel (»Tochter Zion«, nach einem Text von F. H. Ranke). Und sehr beeindruckend war auch das hierzulande weitgehend unbekannte Kärntner Weihnachtslied »Werst mei Liacht ume sein« von Günther Mittergradnegger und Gerhard Glawischnig, das Veronika Zunhammer, nur begleitet vom Kontrabass, auf ganz eigene Weise interpretierte.

Kurzum, ein feines Konzert, das einem die wahre Bedeutung von Weihnachten unaufdringlich wieder nahe brachte.

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Konzert-Rezension "Weihnachtssterne am Jazzhimmel" Jegelscheune Wendelstein

Robert Unterburger, Nürnberger Zeitung, 15.12.2015

 

Vertraute Lieder in überraschendem Sound

Veronika Zunhammer ließ mit ihrer exzellenten Band verspielte „Weihnachtssterne am Jazzhimmel“ aufgehen

 

Weihnachtslieder können nerven. Vor allem dann, wenn wir in jedem Kaufhaus und auf jedem Weihnachtsmarkt damit beschallt werden. Weihnachtslieder können aber auch erfreuen, wenn sie von einer ungekünstelten Jazzsängerin und einer kleinen aber feinen Begleitband präsentiert werden.

 

Wendelstein – Dieses Kunststück brachten die junge Künstlerin Veronika Zunhammer, Pianist Christian Elsässer aus München, Bassist Henning Sieverts aus München und Schlagzeuger Fabian Rösch in der rappelvollen Jegelscheune fertig. Veronika Zunhammer und ihre Bandkollegen brachten „Weihnachtssterne am Jazzhimmel“ zum Leuchten und sorgten für ein wunderbares Konzerterlebnis. Wendelstein war der Auftaktort einer längeren Tournee durch ganz Deutschland.

Die junge Vokalistin, die im Chiemgau aufwuchs und heute in München lebt, ließ die Klassiker im neuen Gewand erstrahlen. Mit glasklarer Sopranstimme und charmanten Moderationen verstand sie es vom ersten Lied an, das Publikum zu fesseln und zu verzaubern.

In ihrer Weihnachtsband spielten der exzellente Echo-Preisträger Christian Elsässer am Klavier, der international erfolgreiche Kontrabassist Henning Sieverts (ebenfalls Echo-Preisträger) und der Schlagzeuger Fabian Rösch aus Berlin, der seit einigen Jahren in der Berliner Jazzszene mitmischt.

Was an Veronika Zunhammer auffiel, war neben ihrem hohen Können als Jazzsängerin ihre Ungekünsteltheit. „Ich bin in diesem Zauber gefangen, der von Weihnachten ausgeht“, verriet sie. Ihre Liedauswahl war ein Spagat zwischen subtilen Überraschungen, bayerischer Bodenständigkeit und vorweihnachtlichen Erwartungen. Auch in ihren Eigenkompositionen ging sie mit kindlicher Freude auf Weihnachten zu, erzählte aber auch von der inneren Leere eines einsamen Festes („Dieses Jahr ohne dich“). So sang sie in ihrer Eigenkomposition „To a song“, die sie in ihrer Studienzeit geschrieben hat, ebenfalls über das Thema Weihnachten.

Viel Vertrautes wie „Fröhliche Weihnacht überall“ oder „Leise rieselt der Schnee“ war zu hören, doch Veronika Zunhammer verwandelte die alten Kinderlieder in Swing-Nummern oder präsentierte sie im Stil des kammermusikalischen Jazz.

Mit Gedichtvertonungen – etwa zum Gedicht „Advent“ von Rainer Maria Rilke oder zum Gedicht „Weihnachten“ von Joseph von Eichendorff – entführte Zunhammer & Band in die unaufgeregte Welt des Swing. Friedrich Spees „Zu Bethlehem geboren“, das zu Beginn des 17. Jahrhunderts geschrieben wurde, geriet zum fröhlichen Jazz-Titel, das „Tanzlied für den Schnee“ beeindruckte durch ein exzellentes Schlagzeugsolo.

In Kärnten ist Veronika Zunhammer auf der Suche nach alten weihnachtlichen Weisen und Volksliedern fündig geworden. Lieder wie „Werst mei Liacht ume sein“ oder das schlichte „Es wird scho glei dumpa“ interpretierte sie mit berührender Innigkeit. „Dieses Lied hat mich ein Leben lang begleitet“ bekannte sie.

Ihre Eigenkompositionen schlugen wunderbare Brücken zwischen den Zeiten. Den oberbayerischen Dialekt setzt sie hier gekonnt und unaufgeregt ein. „S’neie Jahr bringt a ganz a andere Zeit“ sang sie in ihrem Neujahrslied, „I will leb’n, will wach sei, will eich was geb’n“.

„Stille Nacht“ wurde bei ihr zur afrikanisch inspirierten Hymne, bei der nur der Schlagzeuger spielte.„Have yourself a merry little Christmas“ geriet zur fröhlichen Zugabe.

Das Publikum in der ausverkauften Jegelscheune feierte die neuen jungen Weihnachtssterne am Jazzhimmel.

Vertraute Lieder in überraschendem Soun
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Konzert-Rezension "Weihnachtssterne am Jazzhimmel" Pik, Memmingen

Brigitte Gröschel, Traunreuter Anzeiger, 17.12.2015

 

Jazz-Quartett lässt „Weihnachtssterne“ leuchten

Pik. Die Combo um Sängerin Veronika Zunhammer präsentiert zum Advent „Stubnmusi“ der anderen Art

 

Das ist eine andere, ungewohnte vorweihnachtliche „Stubnmusi“, die Veronika Zunhammer, ein blonder Engel mit himmlischer Stimme, auf die Bühne des PiK bringt. Bei ihrem Programm lässt die Sängerin mit ihren Partnern – Christian Elsässer am Klavier, Bassist Henning Sieverts, und Fabian Rösch am Schlagzeug – die „Weihnachtssterne am Jazzhimmel“ buchstäblich aufleuchten.

Das volle Haus ist gespannt – und wird mit einer Jazz-Vertonung von „Fröhliche Weihnacht überall“ auf den Abend eingestimmt. Die Sängerin intoniert klar und eindringlich, mit jazzigem Timbre, ihre Begleiter erweisen sich – bei aller Jugend – als Könner an ihren Instrumenten.

Mit „Kinderaug’n“ wird das Publikum „romantisiert“. Bei „Leise rieselt der Schnee“ gibt das Schlagzeug den Ton an, der Bass deutet den Schnee am Boden an und darüber säuselt Zunhammers Stimme, rein wie eine Schneeflocke. Auch die Einsamkeit die der Advent für manche in besonderem Maße bedeutet, spart Zunhammer nicht aus: „Markt und Straßen steh’n verlassen, weit und still die ganze Welt...“ Dann jedoch bittet sie voll Hoffnung „Take me by the hand!“ – und der Angesungene gibt klein bei.

Ein Rilke – Gedicht, gehaucht und geflüstert, steigert sich zur „Nach der Herrlichkeit“, und das Klavier geht leidenschaftlich mit auf die Reise. Dann dreht das Schlagzeug kräftig auf nur zuletzt durch die Stimme gebremst.

Bei einem Mundart-Volkslied aus Kärnten ist es dann der Bass, der die Grundstimmung prägt, und die Sängerin aus dem Chiemgau fragt einfühlsam: „Wo is’ denn im Schnee noch a Wegerl zu Dir?“ Über „Sterne“ legt Pianist Elsässer eine eigene Komposition vor, dazu springen Sieverts Finger rasant über die Bass-Saiten und Rösch hat am Schlagzeug alles im Griff. Bei all dem bravourösen Jazz droht der Besucher glatt Weihnachten aus den Augen zu verlieren – dies verhindert jedoch „Süßer die Glocken nie klingen“. Es ist eine Zeit, in der Liebeskummer besonders wehtut: „Dieses Jahr ohne dich!“ Auch von einem Vögelein, das zu Füßen Marias singt, hören die Besucher. Dann – bevor es zu kitschig wird – dröhnt es wieder wild und fetzig bei „Zu Bethlehem geboren!“

Wenn Zunhammer, von der Percussion nur ganz zart unterstützt „Stille Nacht, heilige Nacht!“ singt, ist es mucksmäuschenstill im Raum. Bei „Merry Christmas“ kommt aber wieder Leben in die Bude.

Ein schöner Abend, stimmungsvoll, aber nicht rührselig, der das Zeug dazu hat, vielleicht auch verstockte Weihnachtsmuffel wieder in Vorfreude auf’s Fest zu versetzen.

 

 

 

Konzert-Rezension "Departure" mit Trio Travels, k1 Traunreut

Wolfgang Schweiger, Traunsteiner Tagblatt, 16.05.2015

 

Aufbruch und Heimkehr

Das Jazz-Trio „Travels“ präsentierte seine erste CD im Traunreuter k1

 

Nicht nur Jazzfans kamen voll auf ihre Kosten, als das Trio „Travels“ im fast ausverkauften Studiotheater des Traunreuter k1 sein erstes Album „Departure“ vorstellte.

Ein Konzert, das allein schon wegen der ungewöhnlichen Besetzung der Band etwas Besonderes war, stand neben der Sängerin Veronika Zunhammer und dem Gitarristen Michael Vochezer mit Marco Pacassoni noch ein Vibraphonist mit auf der Bühne. Das sorgte für ein ganz neues Hörerlebnis, zumal die zwei Instrumentalisten Veronika Zunhammer nicht nur zur Seite standen, sondern auch ihr Eigenleben hatten. So brachte sich Michael Vochezer mit atemberaubenden Soli immer wieder neu ein, während Marco Pacassoni mit seinem feinfühligen, klassisch-intuitiven Spiel kleine Kunststücke zwischendurch ablieferte.

Zwei klasse Musiker eben, die sich während ihres Studiums am Berklee College of Music in Boston kennengelernt haben, wo sie gemeinsam im Ensemble des Ausnahme-Vibraphonisten Victor Mendoza spielten. Beeinflusst von Jazzgrößen wie Russell Ferante, Gary Burton oder Pat Metheny, bildeten sie die perfekte Begleitung für Veronika Zunhammer die unter anderem Jazz-Gesang an der Hochschule für Musik und Theater in München studiert hat und bereits mit vielen renommierten internationalen Jazz-Ensembles aufgetreten ist. Kein Wunder also, dass ihre kleine musikalische Weltreise mit Zwischenstopps an der Copacabana, in einem Pariser Café, auf einem amerikanischen Highway sowie auf einer einsamen Berghütte in den Alpen wie im Flug verging. Allesamt Eigenkompositionen, die, ob mit treibenden Samba-Rhythmen oder stimmungsvollen Musette-Walzer-Klängen auf Fahrt gebracht, von dem Trio mit filigranster Transparenz, satter Dynamik und vibrierender Spannung gespielt wurden. Herausragend war auch die Zugabe des begeistert aufgenommen Konzerts, die wunderschöne Ballade „In mir brennt a Feuer“.

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Konzert-Rezension "Departure" mit Trio Travels, k1 Traunreut

Kirsten Benekam, Traunreuter Anzeiger, 07.05.2015

 

Berauschende bayerisch-italienische Jazzvielfalt

Das Trio „Travels“ bereicherte mit Jazz vom Feinsten die Jazzveranstaltungsreihe im k1

 

Ein wahrer Jazzenthusiast weiß wie variationsreich diese Musikrichtung ist. Spontane Improvisationen, unterschiedlichste Instrumentierungen, verschiedene Stilrichtungen versprechen eine große Klangvielfalt. Wer sich einmal diesen „Jazz-Virus“ eingefangen hat, der wird ihn nicht mehr los. Die Zuhörer im gut besuchten K1-Studio genossen mit dem Trio „Travels“ einen musikalischen Ausritt in besonders ansprechender Formation. Neben den drei Gitarren Michael Vochezers übte, optisch wie akustisch, das dem Xylofon ähnliche Vibraphon Marco Pacassonis einen besonderen Reiz aus. Gleich von den ersten Tönen an, stellte sich heraus, dass das mit jeweils zwei Schlägeln pro Hand gespielte Schlaginstrument klanglich perfekt zu Veronika Zunhammers Singstimme und zu den drei Gitarren, die Michael Vochezer im Gepäck hatte passte. Ergebnis war ein spannendes und berauschendes Hörerlebnis. Mit seinem Programm „Departure“, zu Deutsch Abfahrt, machte sich das Trio auf die Reise und bot Einblick in eine musikalische Jazzreise durch unterschiedliche Stile.

Genauso spannend und ansprechend wie die Instrumentalisierung waren dann auch die gespielten Nummern. Zu den meisten Eigenkompositionen, die aus der Feder Vochezers stammen lieferte Zunhammer dazu passende Texte. Wer Englisch und Französisch beherrscht, dem erschloss sich dann Dank Zunhammers guter Aussprache der Liedtexte, der Sinn hinter den Noten. Nummern wie „Lonesome road“, „ Like someone in love“, „Durch die Nacht“ oder „Blueman“, erzählten von Erlebnissen, Naturbegegnungen, großen Gefühlen und trafen den Nerv der Zuhörer. Mitgerissen von der großartigen Musik, beteiligten sich die Zuhörer klatschend an den Rhythmen und gaben fleißig Zwischenapplaus. In einer Komposition des Vibraphon-Künstlers Pacassoni, „Emotions“, meinte man die Töne von Stimme, Gitarre und Vibraphon in einander fließen zu hören, akustisch eins zu werden, um sich dann wieder aufzulösen. Zunhammers seidig-samte Stimme, mit oder ohne Text, ist ein Erlebnis. Ihr Ausdruck und ihre Körperspannung unterstreichen auch optisch den Genuss. Die Nummer „River“, erklärte Zunhammer im Nachhinein, wurde ungeprobt serviert. Wie so oft im Jazz, sei sie aus dem Moment heraus entstanden. In ständig wechselnden Kombinationen, mal rein instrumental als Duo, dann wieder mit Zunhammers Stimme vocal oder mit Text zeigte das Trio seinen facettenreichen Jazz. Mit einer bayerischen Ballade „In mir brennt a Feier“, wieder mit sehr emotionsbeladenem Text, setzten sie am Konzertende einen weiteren Höhepunkt. Die Musikentdeckungsreise „Travels“ ist noch lange nicht beendet. Da spürt man noch ganz viel Potenzial und Schaffenskraft. Der langanhaltende und begeisterte Applaus lässt keinen Zweifel daran, dass falls das bayerisch-italienische Trio noch einmal im K1 Station macht, ein Wiedersehen gewiss ist.

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 Konzert-Rezension "Weihnachtssterne am Jazzhimmel", 17.12.14, Kulturforum Fürth

Sabine Rempe, Nürnberger Nachrichten, 19.12.2014

 

Unverfroren und voller Gefühl

Sängerin Veronika Zunhammer und ihre Bandkollegen begeistern im Kulturforum

Glanzpunkte mit unverhoffter Frische: Veronika Zunhammer lässt Weihnachtssterne am Jazzhimmel" leuchten und sorgt mit ihren exzellenten Musikerkollegen für ein wunderbares Erlebnis im Kulturforum.

In der Fachliteratur wird das Phänomen "Last-Christmas-Allergie" noch viel zu wenig beachtet. Doch es gibt Linderung. Das Heilmittel für gequälte Ohren mit Kitschpfropfen heißt Veronika Zunhammer.

Der jungen Vokalistin, die im Chiemgau aufwuchs und heute in München lebt, gelingt im kleinen Kufo-Saal ein Kunststück. Wenige Konzertminuten nur, dann ist jeder versöhnt, der auf den üblichen gefühligen Weihnachtssong-Mix mit Unwohlsein reagiert. Ihre Stimme verführt mit der Art von Natürlichkeit, die aus intensiver Arbeit erwächst und aus dem Selbstverständnis, genau das zu tun, was in diesem Moment richtig klingt. Ungekünstelt und glasklar wird bei ihr, was allzu oft mit Zuckerguss verkleistert daher kommt.

Mit Veronika Zunhammer steht ein hochkarätiges Quartett auf der Fürther Bühne. Dank Christian Elsässer am Piano und Henning Sieverts am Bass sind gleich zwei ECHO-Preisträger dabei, dazu gesellt sich Schlagzeuger Fabian Rösch. Gemeinsam haben sie die aktuelle CD der Sängerin "Weihnachtssterne am Jazzhimmel" eingespielt. Zunhammer verrät: "Für die Aufnahmen in einem Studio des Bayerischen Rundfunks haben wir die heißesten Tage im Juli dieses Jahres erwischt." Vertrautes wie "Leise rieselt der Schnee" steht auf dem Programm und hat plätzlich einen mitreißenden Beat. Elsässer lässt buchstäblich die Flocken tanzen, und das alte Kinderlied ist erleuchtet.

Unverfroren ist im schönsten Sinne, was den Klassikern widerfährt. Friedrich Spees "Zu Bethlehem geboren", das zu Beginn des 17. Jahrhunderts zum ersten Mal erklang, erlaubt sich als von Herzen fröhliche Swingnummer daherzukommen. Von berührender Innigkeit ist die alte Weise "Es wird scho glei dumpa", weil sie schlicht bleiben darf - obwohl sie virtuos interpretiert wird. Auch neue Nummern sind dabei, Eigenkompositionen von Zunhammer, die eine wundersame Brücke schlägt zwischen den Zeiten etwa, in denen Joseph von Eichendorff sein Weihnachtsgedicht schrieb, und unseren Tagen. Doch Zunhammer glückt noch mehr, selbst die Vertonung eigener Texte gelingt ihr mit der gleichen Wahrhaftigkeit, die die anderen Lieder auszeichnet.

Auch Kufo-Programmchefin Annette Wigger habe nicht mehr als das erste Lied vor dem Engagement der Formation gekannt, verrät Veronika Zunhammer ihren Zuhörern. Voll Vertrauen auf das, was kommen mag, habe sie trotzdem die "Weihnachtssterne am Jazzhimmel" auf den Spielplan gesetzt.

Was für eine weise Entscheidung.

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CD-Rezensionen "Weihnachtssterne am Jazzhimmel"


"Gefühlvoll, nicht kitschig."
Medienhaus Bauer, Marl, 9.12.14


"Das Album liefert mit seinen detailverliebt arrangierten und entspannten Jazzklängen einen wirklich stimmungsvollen Soundtrack zur Adventszeit und zum Fest der Freude."
www.echte-leute.de, 6.11.14

 

"Die Jazzbegleitung und Zunhammers charakterstarke Stimme überdecken nie die Schlichtheit und Schönheit der traditionsreichen Originale. Höhepunkte: die im Dialekt gesungenen Titel, allen voran das Kärntner „Werst mei Liacht ume sein“.

Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA), 16.12.14

 

"Es gibt eine Menge überraschender Momente in Veronika Zunhammers Weihnachts-CD zu entdecken!"
in music, Ute Bahn, Dez. 14

 

"Die Vertonung eines Eichendorff-Gedichts („Weihnachten“) oder die Tradierung von Händels „Tochter Zion“ ins Jazz-Idiom muss man erst mal so feinfühlig-natürlich hinlegen wie die Band von Veronika Zunhammer."
Jazzpodium 12,14 / 1,15




CD-Rezension des Albums "Weihnachtssterne am Jazzhimmel"

Ulrich Habersetzer, Bayerischer Rundfunk, August 2014

 

Weihnachten ist so eine Sache. Es kommt jedes Jahr, vier Wochen vorbereitet durch den Advent und dann findet man bis Silvester nicht heraus aus dem Weihnachtstrubel und dem Feiertagsstress.

Bei all dem Lärm der "staden Zeit" gibt es ihn aber doch, den magischen Moment. Augenblicke, in denen man hingerissen ist vom Zauber von Weihnachten.

Eigentlich geht es um diese Momente, die stillen und ehrlichen, in denen Weihnachten intensiv und erfüllt ist.

So wie der Gesang von Veronika Zunhammer. Hört man ihre klare, ungekünstelte Artikulation, wie sie die Worte formt, die Töne erklingen lässt, ist man angesteckt von ihrer Natürlichkeit. Was sie singt, zum Teil in authentischem bayerischen Dialekt, meint sie so, und man glaubt es ihr.

Eine Weihnachts-CD ist auch so eine Sache. Es gibt etliche im Jazz, manche zuckersüß-kitschig, manche provokant und übertrieben sperrig, viele irgendwo zwischendrin, oft als Verkaufsschlager konzipiert.

Bei Veronika Zunhammer ist es anders. Am Anfang stand ein Lied: "Es wird scho glei dumpa", von ihr arrangiert und als Weihnachtsgruß 2013 an Freunde per E-Mail verschickt. Die Resonanz war groß und positiv. Durch die Begeisterung eines Freundes aus Veronikas Traunsteiner Heimat nahm die Idee zu einer ganzen CD Konturen an.

Diesem Projekt ging eine anstrengende und wechselhafte Zeit voraus. Nach dem Gesangsstudium in München zog Veronika Zunhammer 2011 zum Masterstudium für ein Jahr nach Basel, von dort für ein Jahr als Dozentin nach Köln und anschließend, um einige Erfahrungen reicher, zurück nach München.

Für ihre Weihnachts-CD gründete die Sängerin eine neue Band. Ihre Zusammenarbeit mit dem ECHO-prämierten Pianisten und Komponisten Christian Elsässer setzt sie hier fort, neu mit dabei sind Kontrabassist Henning Sieverts und Schlagzeuger Fabian Rösch. Sieverts zählt zu den renommiertesten Bassisten Europas, erfolgreich mit eigenen internationalen Projekten und gefragter Sideman. Rösch ist ein ehemaliger Studienkollege von Veronika Zunhammer aus ihrer Münchner Zeit und bereichert seit einiger Zeit die pulsierende Berliner Jazzszene.

Auf dieser CD sind sie prägende Instrumental-Stimmen, die Freiräume als Solisten bekommen und als einfühlsame Begleiter den Gesang tragen.

In der Liedauswahl und deren Bearbeitung gelingt Veronika Zunhammer, gemeinsam mit Christian Elsässer, der Spagat zwischen Bekanntem und Unbekanntem, zwischen subtil-überraschenden Einfällen und der Erfüllung von weihnachtlichen Erwartungen.

Ihre Eigenkompositionen beschreiben die kindliche Vorfreude auf Weihnachten, die hoffnungsvolle Aussicht auf das neue Jahr, aber auch das Gefühl der Leere eines einsamen und gar nicht frohen Festes.

Die ausgewählten Weihnachtsklassiker bekommen ein neues Gewand: "Leise rieselt der Schnee" knistert vor Spannung, mit elektrisierendem Beat und einer wirbelnden Pianofigur, bei der man die Schneeflocken tanzen sieht. "Süßer die Glocken nie klingen" pulsiert im afrokubanischen Groove mit Elsässer als packendem Solisten. "Tochter Zion" wird in einen Fünf-Viertel-Takt gedehnt und "Zu Bethlehem geboren" ist eine flotte Swing-Nummer.

Leise Glanzpunkte der CD sind das Stück "Weihnachten", die äußerst kunstvolle Vertonung des gleichnamigen Gedichtes von Joseph von Eichendorff, und die drei Duos. "Es wird scho glei dumpa" von Veronika Zunhammer und Christian Elsässer mit Intimität und Intensität musiziert. Als afrikanisch inspirierte Hymne nur mit Schlagzeug und Stimme erklingt "Stille Nacht, heilige Nacht".

Der heimliche Höhepunkt ist Veronika Zunhammers Version von "Werst mei Liacht ume sein". Dieses in Deutschland weitgehend unbekannte Kärntner Weihnachtslied von Günther Mittergradnegger und Gerhard Glawischnig singt sie nur begleitet vom Kontrabass. Ein magischer Moment, wie sich Stimme und Bass umspielen, ganz zart, ganz fein, ganz schlicht. So wie diese besonderen Augenblicke an Weihnachten und für diese gibt es Veronika Zunhammers Weihnachtsmusik.

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Portrait: "Vom Chiemgau in die Jazz-Welt"

Oliver Hochkeppel, Süddeutsche Zeitung, 6.6.2013

 

Das Veronika Zunhammer Trio ist zurück im Jazzclub Unterfahrt

 

München - Bodenständigkeit beißt sich oft mit dem Beruf des Jazzmusikers: Schon zum Studium muss man meist hinaus in die Welt, später gehört Tingeln fast immer zum Handwerk. Von all dem kann auch Veronika Zunhammer ein Lied singen, buchstäblich, denn sie hat zwar auch Pianistin und Komponistin gelernt, ist aber hauptberuflich Jazzsängerin. Da kommt man herum, im Falle Zunhammers bis nach China (Shanghai) oder in den Kongo (Kinshasa), vor Kurzem auch zum "Young Artists Festival" auf die griechische Insel Samos.

Was nicht nur physisch, sondern auch mental ein weiter Weg ist für eine, die mit bayerischer Volksmusik aufgewachsen ist. Ein Einfluss, zu dem sie bis heute steht: Zunhammer schreibt und singt auch mal auf Bairisch. "Rückenwind" heißt zum Beispiel ein Stück auf dem Debütalbum "Fußspuren" ihres Trios. Genau wie klassische Jazz-Songs oder eine Henry-Mancini-Nummer - es spiegeln sich eben auf einem Erstlingswerk meist die Lebensstationen.

Das bedeutet bei Veronika Zunhammer das Jazzgesangsstudium in München, zunächst an der Neuen Jazz School, dann an der Hochschule für Musik und Theater in München. Aber auch das 2011 und 2012 darauf gesetzte Kompositions-, Gesangs- und Produktionsstudium in Basel. Inszwischen finden sich auch Einflüsse ihres aktuellen Wohnortes Köln. Da lebt inzwischen auch das einstige Münchner Wunderkind Christian Elsässer, nicht nur am Klavier ihr Begleiter. Der Trio-Auftritt (mit Saxofonist Matthieu Bordenave) an diesem Donnerstag in der Unterfahrt ist wohl nur der Auftakt für ein regelmäßiges Wiedersehen in der alten Heimat: Ihr gemeinsames Orchester-Projekt - auch das soeben als CD erschienen - ist prädestiniert für den Bigband-Montag.

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Konzert-Rezension: "Vertrackte Rhythmen und anspruchsvolle Soli"

im K1 am 6.7.2014

Wolfgang Schweiger, Traunsteiner Tagblatt / berchtesgadener-anzeiger.de, 10.7.2014

 

(...) Unterstützt wurde das Christian Elsässer Orchestra an diesem Abend von der in Traunwalchen aufgewachsenen Sängerin Veronika Zunhammer, die als studierte Jazzsängerin und -komponistin mit ihrer Musik inzwischen weit in der Welt herumgekommen ist. Eine erstklassige Interpretin, die es mit ihrer so wandlungsfähigen wie ausdrucksstarken Stimme mühelos schaffte, Songs wie Paul Simons »American Tune« oder der Rodgers/Hart- Komposition »With a song in my heart« ihren ganz persönlichen Stempel aufzudrücken. Voller Swing, farbig und facettenreich war auch ihre Version des Kärntner Volkslieds »A Liab brennt oft heasser (als Feier und Sunn)«, und dass sie auch eine gute, einfühlsame Texterin ist, bewies sie noch mit ihrem Song »Just the stars« (Musik: Christian Elsässer) über eine erste »richtige« Begegnung zweier Liebender, bei der nur die Sterne Zeugen sind. (...)

Rezension Christian Elsässer Orchestra.
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Konzert-Rezension: "Veronika Zunhammer Trio" im K1 am 12.1.2013

Hans Schelling, Traunreuter Anzeiger / chiemgau-online.de, 17.1.2013

 

Brillanz, Charisma, Leidenschaft

 

"Traunreut. Die in den Vorankündigungen zu diesem Konzert von Veronika Zunhammer, Christian Elsässer und Matthieu Bordenave gemachten Versprechungen waren nicht übertrieben. Wie die drei Vollblutmusiker an diesem Abend im K1-Studio miteinander musizierten, war schlichtweg atemberaubend.

 

Hier wurde Musik höchst professionell, aussagekräftig und auf außerordentlich hohem Niveau dargeboten die wohl niemand unberührt ließ. Und dies auf eine so bescheidene, introvertierte Art, dass einem das Herz aufging.

(...)

"Song of life" und "I love you" waren zum Beispiel solche Kompositionen, die Veronika Zunhammer mit gut ausgebildeter und hervorragend sitzender Stimme eindrucksvoll interpretierte. Erst recht gelang dies der Sängerin mit ihren Eigenkompositionen wie zum Beispiel "Fußspuren" oder "Rückenwind", die sie besonders ergreifend sang.

(...)

Veronika Zunhammer brillierte mit Scatpassagen die den Rezensenten an einen Meister dieses Genre, nämlich Bobby McFerrin, erinnerten. Auch die unisono mit dem Tenorsaxophon gesungenen Kompositionen rissen das Publikum immer wieder zu Zwischenapplaus hin. (...) Die rollenden Klavierakkorde, das meisterhafte Saxophonspiel boten der Sängerin einen prächtigen Klangteppich über dem sich ihr Gesang wunderbar entfalten konnte.

(...)

Für den Berichterstatter und sicher auch das Publikum war dieses Konzert ein beglückendes Erlebnis um dessen baldige Wiederholung die Künstler und K1-Leiter Thomas Kazianka eindringlich gebeten werden."

Rezension 12.1.13.pdf
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Interview auf dem Roten Bankerl

mit Veronika Zunhammer und Christian Elsässer:

"Nichts anderes als Musik"

Judith Schmidhuber, Chiemsee Nachrichten, 25.6.2014

 

Jazzmusik steht im Leben von Veronika Zunhammer und Christian Elsässer im Mittelpunkt. Die Jazzsängerin aus Traunwalchen und der Münchner Jazzpianist und Komponist erzählen auf dem Roten Bankerl, warum sie ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht haben.

 

Redaktion: Musik wurde euch beiden in die Wiege gelegt. War euch schon immer klar, Musik zum Beruf zumachen?

Veronika Zunhammer: Ich komme aus einer sehr musikalischen Familie, wir haben immer viel musiziert und gesungen. Ich habe Klavier, Gitarre und Bratsche gelernt. Mit 17 war ich Sängerin bei „ge’läck“. Ich habe aber erst sehr spät festgestellt, dass meine Stimme eigentlich mein Hauptinstrument ist.


R.: Wer hat euch beeinflusst, als ihr noch klein wart?

Christian Elsässer: Mein Opa hat Akkordeon gespielt, ich war damals großer Volksmusikfan. Mit sieben Jahren habe ich mit dem Klavierunterricht angefangen und hatte das Glück, einen Jazz-Lehrer zu haben, der mir spielerisch einen Zugang zum Jazz eröffnet hat.


R.: Man hat dich Wunderkind genannt?

C.E.: Im Landesjugendjazzorchester war ich 14, da war ich tatsächlich der Jüngste. Mit 16 bin ich Jungstudent am Richard-Strauss-Konservatorium geworden, dort habe ich nach dem Abi auch weiterstudiert.


R.: Ihr unterrichtet beide an der Musikhochschule in München. Unter den Studenten wird man euch als Dozenten nicht so leicht ausmachen, oder?

V.Z.: (lacht) Meine Schülerinnen fragen mich tatsächlich oft, wie alt ich bin, weil ich nicht sehr viel älter aussehe als sie selber.
C.E.: Wenn ich mal länger an der Hochschule bin, will mich der Hausmeister auch rauswerfen, weil er glaubt, ich sei ein Student (lacht).


R.: Was macht am Unterrichten denn Spaß?

V.Z.: Man kann den jungen Leuten neue Impulse geben. Singen stärkt die Persönlichkeit. Mit jedem Konzert wächst man. Das zu beobachten und zu merken, dass sie auftauen, technisch schwierigere Stücke singen können, das macht schon großen Spaß.


R.: Christian, du hast schon viele Auszeichnungen bekommen, 2012 sogar den ECHOJazz. Wie wichtig ist dir der Preis?

C.E.: Das ist natürlich eine Bestätigung und Ehrung. Man überlegt nicht, was man schreiben oder spielen könnte, damit es sich gut verkauft. Vielmehr stellt man sich die Frage: Was möchte ich musikalisch ausdrücken? Die Stücke, die man schreibt, das ist ja etwas sehr Persönliches.


R.: Ihr tanzt auf vielen verschiedenen Hochzeiten. Solo- Projekte, Bands, Konzerte, Studio-Aufnahmen, eure Lehrtätigkeit. Ist ein Musikerdasein anstrengend?

(Beide sehen sich an und lachen) Ja!

V.Z.: Wenn ich zu einem Konzert fahre, dann habe ich ein gutes Gefühl, dann freue ich mich. Das bestätigt mich, dass ich nichts anderes machen möchte als Musik.

 

R.: Gibt es Tiefpunkte?

V.Z.: Doch. Aber die gibt es ja in jedem Beruf.

C.E.: Das Publikum nimmt beim Konzert immer nur das Ergebnis wahr. Nicht die ganze Vorbereitung, die dahintersteckt, die Musik zu schreiben, das Üben. Aber man wird dafür belohnt. Eine ganze Band gibt 100 Prozent, das Publikum ist intensiv dabei. Das sind dann Momente, in denen man weiß, dass sich die Anstrengung lohnt.


R.: Ihr seid beide noch sehr jung. Was habt ihr für Ziele?

V.Z.: Wir haben tatsächlich schon einige unserer Ziele erreicht. Mein Ziel ist es, weiterhin kreativ zu bleiben und CDs aufzunehmen.

C.E.: Mein aktuelles Ziel ist das Big-Band-Konzert am 6. Juli in Traunreut. 19 hochkarätige Musiker, die in der Szene sehr bekannt sind. Das Spannendste, das die deutsche Big-Band-Szene momentan zu bieten hat. Eine unglaubliche Klangpalette, ich freue mich schon sehr darauf. Das nächste Ziel ist ein Projekt gemeinsam mit Willy Astor und dem Münchner Rundfunkorchester. Dafür werde ich die Arrangements schreiben und beim Konzert das Orchester dirigieren.

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Interview mit Veronika Zunhammer: "Lebensmut meets Jazz"

Sebastian Geiger, Landshuter Zeitung, 26.4.2013

 

Lebensmut meets Jazz

Jazzsängerin Veronika Zunhammer über ihr heutiges Benefizkonzert

 

(...)

Landshuter Zeitung: Sie beschreiben Ihre Zusammenarbeit mit Christian Elsässer und Matthieu Bordenave als "Herzblutprojekt". Wie viel Zeit investiert man in so etwas?

Veronika Zunhammer: Eigentlich arbeitet man täglich an so einem Projekt. Wenn nicht direkt, dann im Kopf. Das fängt schon bei den musikalischen Überlegungen an: Welche Stücke spielen wir, welche Stücke aus dem eigenen Fundus kommen dazu? Hauptsächlich werden wir heute im Salzstadel eigene Lieder spielen, aber das Publikum wird auch verschiedene Jazzstandards zu hören bekommen. Außerdem gibt es da noch ein Tiroler Volkslied, das wir präsentieren.

 

LZ: In der Jazzmusik gibt es viele Spielarten. Wo würden Sie Ihre Musik einordnen?

VZ: Meine Stücke sind nicht reiner Jazz. Ich bediene mich auch aus dem Pop- und dem Singer-Songwriter-Genre. Ein wichtiges Merkmal sind die bayerischen Texte, die in einigen der Lieder vorkommen. Dadurch sind auch die Melodien der Stücke melodiös und eingängig. Von unseren Konzerten her wissen wir, dass wir damit nicht zur Jazzfans ansprechen, sondern auch Hörer, die vorher noch nie auf einem Jazzkonzert gewesen sind.

 

LZ: Wo genau liegen dann Ihre musikalischen Einflüsse?

VZ: Es ist eine Mischung. In München habe ich Jazzgesang studiert, deshalb hat er natürlich einen großen Einfluss. Mich beeinflusst aber auch die klassische Musik. Dann ist da noch die bayerische Volksmusik, mit der ich aufgewachsen bin und die Popmusik, die ich als Jugendliche gehört habe.

 

LZ: Wie sind Sie mit Christian Elsässer und Matthieu Bordenave zusammengekommen?

VZ: Das war an der Musikhochschule. Ich habe Christian einfach gefragt, ob er in meiner Band spielen will. Dadurch, dass wir Drei keine klassische Besetzung mit Rhythmusgruppe haben, eröffnen sich viele Möglichkeiten - fast ein wenig wie Kammermusik. Wir sind gleichwertige Gesprächspartner, jeder übernimmt Rhythmus- und Soloteile. Das ermöglicht auch schöne Improvisationen, und so ergeben sich viele Freiheiten.

(...)

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CD-Rezension des Albums „Fußspuren“

Ulrich Habersetzer, BR, Februar 2012

 

Fußspuren im Ohr

 

„Diese Musik hinterlässt Spuren. Eine klare, kühle Musik, in der ein heißer Kern funkelt. Es können Fußspuren im kristallklaren Schnee einer Vollmondnacht sein, oder Spuren am Sandstrand unter glitzerndem Sternenhimmel. Musik mit Weite, das spürt man gleich, ehrliche Musik, die eine Aussage, ein Inneres hat. Musik, die etwas möchte, etwas mitteilt, etwas erzählt.

Gesungen von einer Stimme deren Weite einen mitzieht, einsaugt und gefangen nimmt. Die Stimme gehört Veronika Zunhammer, eine junge Sängerin aus Bayern mit ganz unterschiedlichen Einflüssen. Von bayerischer Volksmusik bis künstlerischer Jazz-Vokalise reicht ihr Erfahrungsschatz.

Ihre Debut-CD „Fußspuren“ zeigt diese Einflüsse, nicht im undefinierbaren Stil-Gemisch, sondern in homogenem kammermusikalischen Jazz.

(...)

Der Sound dieses Trios wird bestimmt durch die Stimme. Sie hat eine filigrane Strahlkraft, technisch brillant und leidenschaftlich feurig. Diese Stimme macht das Trio einmalig.

 

Egal ob sie einen Henry-Mancini-Klassiker singt oder auf bayerisch vom „Rückenwind“ erzählt. Diese unbedingte Klarheit, diese von Herzen kommende Ehrlichkeit, das sind Dinge, die Musik großartig sein lassen.

Das Veronika Zunhammer Trio hinterlässt Spuren, Fußspuren im Ohr. Spuren, denen man als Hörer gerne folgt.“

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KarikARTur von Walter Angerer dem Jüngeren

Chiemsee Nachrichten, 5. Juni 2013

 

 

 

 

Rezension eines Konzerts in Traunreut vom 10. März 2011 

Magdalena Lauber, Traunreuter Anzeiger, 17. März 2011

 

Facettenreiche, klare und kraftvolle Stimme

 

„(...)die selbstbewusste, junge Künstlerin verstand es, mit ihrer facettenreichen, unverwechselbaren Stimme zu spielen, ihre herausragende Musikalität und ein besonderes Gespür unter Beweis zu stellen und so die Herzen ihrer Zuhörer für sich zu gewinnen.“

 

„Mühelos gelingt ihr dabei auch der Wechsel zwischen den verschiedenen Sprachen: Von bayerisch über englisch und französisch bis hin zum Spanischen brachte sie den Zuhörern ihre, wie sie es nennt, „Herzensstücke“, nahe.“

 

„(...)beeindruckte das Publikum durch ihr beachtliches Stimmvolumen und eine große Bandbreite verschiedener musikalischer Stilrichtichtungen.“

 

„Beim Singen eigener Kompositionen (...) nahm sie das Publikum mit in ihre eigene Welt, gewährte ihm tiefe Einblicke in ihr Leben und sorgte mit ihrer samtweichen, einfühlsamen und warmen Stimme für wahres Gänsehaut-Feeling.“

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